Donnerstag, 4. Mai 2017

innerer widerspruch

derzeit bin ich mir nicht sicher, was ich denn denke. was genau in meinem kopf vorgeht.
wo will ich hin?
was will ich erreichen in diesem jahr?
was kann ich tun, damit es mir besser geht?
wo werde ich ende des jahres landen?

so viele fragen - und viel gedankenchaos in mir dazu.

ich will weg von hier. will einen tapetenwechsel. brauche einen neuanfang.
auf der anderen seite fühle ich mich endlich richtig zuhause hier. und habe noch vieles zu entdecken in der stadt. ich will noch so viel sehen.
ja - ich will die welt sehen. doch habe ich im moment meine stadt auf dem plan.

in mir habe ich schon festgelegt, ich werde umziehen. wegziehen. neubeginnen.
mich selbst zum teil neuerfinden. meine ideen dazu sind noch etwas vage. doch sie machen mich glücklich, demnach bin ich da auf dem richtigen weg, oder?

auf der anderen seite hadere ich mit mir selbst und meinen gedanken. es fühlt sich etwas nach flucht an. nach "ich wähle den leichteren weg", der mir irgendwie feig erscheint.
ich will mich mit der schwierigkeit konfrontieren und daran wachsen. mich weiterentwickeln und vorankommen. nicht den hut draufschmeißen, wie so schön gesagt wird in österreich, und neu beginnen.
doch kann ich den spagat schaffen zwischen neubeginn aufgrund eines umzuges und weiterentwicklung?

ich hänge noch etwas in der vergangenheit fest. ja, auch fünf monate später fühle ich mich noch nicht wieder ganz heil.
meine innere unruhe hat zu dem gedanken geführt umzuziehen, das wirklich ernst zu meinen.
irgendwo tief in mir macht sich auch etwas unsicherheit bereit. ich werde alleine wohnen, mehr alleine sein. das kann mir gut tun, kann aber auch einsam werden.

dieses innere hin und her - mein mich rechtfertigen vor mir selbst ist ermüdend. meine energie aufgebraucht. ich will etwas abstand davon.
ein womöglicher kurzurlaub ende des monats könnte genau das sein. es wäre mehr als ein schritt zurück und "die sache von außen betrachten".
es wäre ein - lass alles liegen kathi, tauch kurz ein in eine andere welt, und wenn du nachhause kommst, wirst du wissen was du denkst.
denn aktuell steh ich vor einem rätsel, wenn ich meine gedanken betrachte.

der widerspruch ist anstrengend. lenkt mich von vielen dingen ab. macht mich unrund.
ich denke zu viel nach, wird mir gesagt. mach dir nicht so viele gedanken, lass mal die seele baumeln, stress dich doch nicht so, versuch mal runterzukommen.
meine zutiefst wertgeschätzten freunde: das wird eine lebensaufgabe von mir sein. ein tägliches versuchen mit erfolgen und manchmaligen scheitern. den schritt zurück schaffe ich teilweise bereits gut.
nur dann passiert es, dass ich mich in meinen gedankenwegen verliere und nicht mehr zu dem punkt komme um wieder weiterzugehen.

ich lerne weiter.
mein herz heilt weiter.
zeit heilt eben wirklich solche wunden.
langsam, aber doch.

kopf weiter hoch halten - ich weiß, dass ich es schaffen kann. und auch schaffen werde.

Mittwoch, 19. April 2017

melancholie

ich kämpfe noch damit meinen rhythmus wiederzufinden.
vergangenes durchgehend abzuschließen.
ich häng dem noch nach - in seltsamen situationen kommt es zurück und belächelt meine versuche des vorankommens.
es ist mühsam.

doch ich sehe besserung. langsam - ganz langsam - sind es ganz andere dinge, die mir die vergangenheit vermissen lassen.
und ich werde auch das alles hinter mir lassen.
ich muss nur die balance zwischen mich abschließen lassen und mich nach vorne bewegen noch lernen. derzeit ist es schwierig. und endet einige male mit mir fallend zwischen den gegensätzen.

aufstehen und weitergehen - einen anderen weg will ich nicht gehen.
auf der stelle bin ich schon lange genug gerannt - hab die falsche richtung eingeschlagen.

zuerst muss ich gesund werden - denn ja, ich bin erneut krank. mein körper sagt mir, dass ich es wieder übertrieben habe mit dem arbeiten letzte woche.
diesmal werde ich mir genug zeit geben zum auskurieren, denn es muss diesmal vollständig sein.

ganz und gar wieder gesund zu sein, wird der erste wichtige baustein in dem neuanfang sein.
ich bin 22 - und werde mich neu finden. oder neu zusammensetzen, den die bisherige konstellation wurde gebrochen und das geklebte hält nicht gut.
das fundament dazu muss neu gelegt werden.

mit viel fokus auf neue dinge - weg von dem alltagstrott - der mich gerne einholt und abhält vom mehr sein. mehr ich sein.

weg mit den unsicheren gedanken - ich will wieder springen, ich vermisse das schwimmen so sehr.
also bereite ich mich diesmal gut auf den absprung vor. denn es wird ein großer.
ich freue mich schon darauf.
wenngleich ich etwa unsicher bin. das ist bei meinem chaoskopf ganz normal.

und es ist in ordnung, wenn es schwierig wird, ich manchmal alles hinschmeißen will. denn schlechte tage gehören genauso dazu. ich werde diese schlechten tage ebenfalls dankend annehmen, sie als erinnerung an mich selbst sehen, mich anzustrengen und nicht den kopf hängen zu lassen.
nur ich selbst kann etwas an meiner situation ändern, und das werde ich tun.

Mittwoch, 29. März 2017

festgefahren? nicht mehr!

ich laufe gerade - und komme nicht von der stelle weg.
ich brauche einen tapetenwechsel.
bin wieder in meine alten muster hineingefallen.
und die ausrede von liebeskummer zählt nicht mehr - die kaufe ich mir selbst nicht mehr ab.
nein.

ich hab mich gehen lassen - nach einer phase der disziplin.
und diese selbstdisziplin will ich wiederfinden.
denn ich will nicht weiter tage verschwenden mit sinnlosen gegrübel - letzte nacht hab ich etwas geträumt, das ich schon längst abschließen will.

ich brauche ein ventil zum mich reinigen. ich will mich neu zusammensetzen.
jetzt.
drei monate dieses jahres habe ich viel zeit damit verbracht zu pausieren - zu heilen.
das war bitter nötig.

doch nun hänge ich zwischen dem hier bleiben in meiner blase oder sie zu zerstechen und die welt neu zu entdecken. so abgedroschen das jetzt auch klingen mag.

ich lebe im hier und jetzt. das will ich wieder nutzen.

hinzu kommt, dass ich gerade wieder krank bin - zu viel arbeit, zu wenig zeit zum durchatmen. das hat sich am wochenende gerächt.
morgen hab ich frei - und werde den tag intensiv für unizeug nutzen. es steht so viel auf meiner to-do-liste. aber es ist schaffbar - ohne zweifel.

dafür gibt es am wochenende als belohnung einen besuch bei meiner schwester. darauf arbeite ich hin.
und ab nächster woche werde ich wieder am start sein mit sport. immer ein schritt nach dem anderen.
zu dem langsam weitergehen muss ich mich etwas zwingen gerade. ich würde so gerne total durchstarten. die ruhe zum auskurieren muss ich mir noch geben.

leute - ich hab die nase voll das schiff nicht selbst zu lenken. also werde ich das jetzt wieder ändern.
wo es hin geht?
wer weiß das schon - aber diese hängen lassen will ich nicht mehr zulassen.
dafür gibt es zu viele gute dinge zu erleben.

und der allererste schritt wird sein - die wohnung zu entrümpeln. das alte muss raus. alles was noch hier ist, das nicht hier hingehört kommt endlich weg.
nennt es ruhig frühjahrsputz. so ähnlich ist es vermutlich.

ein neuanfang drei monate später sozusagen.
und dazu sage ich: ja verdammt!

Samstag, 7. Januar 2017

untergehen

ich würde mich derzeit nicht als grinsekatzenglücklich bezeichnen. nicht mehr.
ich weiß gar nicht, wo ich anfangen will - was ich erzählen will.

2016 hat ganz anders geendet, als ich mir vorstellte. leider.
mit einem gebrochenen herzen und krank sitze ich zuhause auf der couch und versuch es wieder zu kleben.
mit dem gedanken an all das leid, das die welt beherrscht versuche ich mein persönliches kleines hinter ein mauer zu schieben um "erwachsen" damit umzugehen.
eine zeit lang funktioniert das - die mauer wirkt stabil und sperrt die traurigkeit ein.

und dann auf einmal - ohne vorwarnung - wie ein schlag ins gesicht - steht sie vor mir und lacht meinen versuch aus es wegzustecken.
ich spürte schon, das etwas nicht stimmt - aber zwischen etwas und allem liegt ein riesenunterschied.

und nun schwanke ich zwischen zwei zuständen: gefühlskalt oder untergehend in den tränen.

ich bereue nichts. und ich weiß auch, es wird besser werden mit der zeit. 
nur was ist "mit der zeit"?
wie lang werde ich in dem jetzt festhängen? in der vergangenheit?

die nächsten wochen werden mich so auf die probe stellen - bis jetzt wird es eher schwieriger als einfacher je mehr zeit verstreicht.

es war zwar "nur" ein knappes jahr - aber die intensivität merke ich nochmal umso stärker jetzt. danach. vielleicht hätte es zu gut gepasst - wer weiß?
hätte aus einem film sein können - egal in welche richtung ich blickte, ich sah kein hindernis.
vielleicht war es zu schön um auf dauer funktionieren zu können? so perfekt passen geht scheinbar nicht auf dauer?
ich weiß es nicht.

ich bin müde - so müde. ausgelaugt. von meinem ständigen mauer aufbauen, die sofort wieder eingerissen wird. es ist so anstrengend. diese innere zerrissenheit. das zerbrochen sein.
aber ganz ohne mauer schaff ich es nicht.

direkt danach hab ich versucht es tot zu reden.
so viel darüber zu sprechen dass es nicht als geist irgendwo auf mich lauern kann und mich überrumpelt.
hat nur teilweise geklappt.

ich bin inzwischen an dem punkt angelangt, wo ich bereits alle gedanken artikuliert habe - und dennoch platze vor worten in meinem kopf. vor gefühl. vor "scheiße warum" gedanken.

bis märz. sieben wochen.
danach habe ich mehr raum zum atmen - mehr abstand. zum abschließen.
und ich weiß auch, dass es schaffbar ist - irgendwie.
so wie die vorweihnachtszeit schaffbar war.
nur bin ich seitdem ständig krank - laufe auf den batteriereservien, die auch schon zu neige gehen.

meine gesundheit macht mir einen strich durch meinen plan "augen zu und durch". hält mich auf, nimmt mir die luft zum atmen. zwingt mich zum innehalten. und da bricht die mauer erst recht ein.
bam - da hast du dein scherbenmeer. schon vermisst?

nein danke - habe keine zeit dafür.
wenn es zu viel wird, zieh ich meine mauer auf. mit den gedanken "anderen menschen geht es so viel schlechter, reiß dich ein wenig zusammen. das leben geht weiter"
bis zu einem gewissen punkt hilft es sogar den kopf nicht nur hängen zu lassen.

kurzfristig tauche ich wieder auf - nur um mit der nächsten welle wieder unterzugehen. der sturm wird noch andauern. 

nur nicht aufgeben.